Der Senior-Experten-Service

Der Senior-Experten-Service ist eine Organisation der Deutschen Wirtschaft zur Hilfe in Entwicklungsländern, aber auch in Deutschland selber.

Ältere, meist aus dem aktiven Berufsleben ausgeschiedene Fachleute der unterschiedlichsten Berufe werden von dieser Organisation auf Anforderung von Entwicklungsländern oder Hilfsorganisationen in viele Länder der Welt entsandt. Dort kommt praktische Hilfe vor Ort zum Einsatz, Hilfe zur Selbsthilfe, die effektiver ist als der reine Transfer von Finanzmitteln, der oft in falsche Kanäle fließt.

Im Jahre 2001 wurden in 92 Ländern der Erde über 1400 Einsätze realisiert, über 220 davon allein in China. Nach letztem Stand (Dez. 2005) sind jetzt 15.000 Einsätze weltweit durchgeführt worden. 

 

Mein erster Einsatz für den SES war 1999 in Bosnien/Herzegovina. Dort wurde für einen Kriegsverletzten Bosnier von einer deutschen Hilfsorganisation eine Orthopädiewerkstatt für Prothesen eingerichtet. Für Orthopädie-Schuhtechnik war allerdings leider noch kein Werkzeug da. Deshalb konte ich dort leider nicht viel bewirken.

Das hier ist Emil in Kljuc. Das heißt übersetzt -Schlüssel-. Er hat im Bürgerkrieg ein Auge und ein Bein verloren und wurde in Deutschland vom Elektriker zum Orthopädie-Techniker umgeschult.

 

 

 

Danach folgte im Jahr 2000 Estland. Hier in Tartu traf ich sehr interessierte und engagierte Mitarbeiter in einer  Filiale eines Orthopädie-Technik-Betriebes aus Tallin. Mitlerweile hat sich dieser Filialbetrieb selbständig gemacht.

Das hier ist Andrei. Es werden viele Prothesen für amputierte Winteropfer angefertigt.

Für eine Frau fertigte ich ein Paar orthopädische Schuhe. Die Frau war vorfußamputiert. Wegen schlechter medizinischer Versorgung heilte die Wunde nicht. Leider ist sie kurze Zeit später verstorben.

 

 

 

 

2001 hatte ich einen weiteren Einsatz  in Pakistan, wo ich in einem kleinen Dorf für von jungen Frauen angefertigte Baby Dolls Puppenschuhe  anfertigte. In diesem kleinen Hilfscenter, das von einer Deutschen mit ihrem Mann aufgebaut worden war,  wurden die verschiedenartigsten Gegenstände gefertigt, die auf Basaren oder Flughäfen verkauft werden. Der Erlös hilft, die Frauen selbständiger und unabhängiger werden zu lassen. Man sieht aber auch die eigentlich verbotene Kinderarbeit, aber auch den Arzt, der sich für seine Bevölkerung einsetzt.

 

 

 

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Im Januar 2002 war ich in Riga/Lettland. Hier gibt es  eine sehr große Werkstatt, die schon z.T. mit neuen Maschinen ausgestattet ist. Zu russischen Zeiten hat man mehr als 1000 Paar Schuhe im Monat gefertigt, alle in Handarbeit, weil es keine Schuhfabriken gab. Jetzt wurden hier massiv Stellen abgebaut, denn man will zu maschineller Fertigung übergehen. Nur noch ein relativ geringer Teil der Schuhe sind orthopädisch, doch immer noch so viele, dass kein deutscher Handwerksbetrieb da mithalten kann. Man fertigt noch nach alten russischen Methoden, wollte aber deutsche Fertigungstechniken kennenlernen. Mehrmals am Tag wurde die Werkstatt gereinigt.

Einige der Mitarbeiter in der Rigaer Werkstatt:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein weiterer Einsatz ist in Litauen 2004 durchgeführt worden. Es handelte sich dabei um eine Firma in Kaunas, die unter anderem orthopädische Lagerungsschalen für den Gebrauch im eigenen Land aber auch für den Export fertigt. Mein Einsatz galt der Optimierung von orthop. Einlagen und der Demonstation von Schuhzurichtungen. Diese Art von orthopädischer Hilfsmassnahmen ist in den baltischen Ländern nahezu unbekannt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Jahr 2005 war ein Einsatz in Saratov (Rußland)an der Wolga angefordert worden. Leider war er nicht sehr effektiv, weil außer einer Schuhbearbeitungsmaschine aus deutscher Produktion keine Werkstatt, keine Materialien und Werkzeuge zur Verfügung standen. Es wurde aber Beratung zum Aufbau einer effektiv arbeitenden Werkstatt durchgeführt. Doch einige Bilder aus Saratov sind auch sehr interessant: Russen sind sehr traditionsbewußt. Insbesondere feiern sie mit Militärparaden zum 1. Mai den Sieg gegen Hitlerdeutschland.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im April 2006 ging es zu einem Einsatz in Moldawien. Dort werden an einer Berufsschule  Hör- und Sehbehinderte Jugendliche für Schuhreparaturarbeiten und Neuanfertigung  ausgebildet. Die praktische Arbeit findet in einer großen Klinik statt. Es werden sehr viele Schuhe, allerdings in mäßiger Qualität, hergestellt. Der Großteil dieser Schuhe wird für die arme Bevölkerung Moldawas gefertigt, die sich selber keine Schuhe kaufen können. Es gibt viele alte Leute, die nur eine sehr geringe Rente erhalten, und die sich daher  mit Tauschhandel über Wasser halten müssen. Ein Franzose (Modelleur) auf Europatrip in Moldawien demonstriert Modellgestaltung.

Nach Moldawien wollte ich wegen Aufgabe meines Betriebes die Maschinen spenden. Der moldawische Zoll wollte darauf aber hohe Einführgebühren erheben. Auf gespendete Geräte!11 Wahrscheinlich spekulierten die Behödenauf fabrikneue Maschinen. Deshalb ging die Spende dann nach Ghana. Da hat man sich gefreut.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der effektivste und erfolgreichste Einsatz war in Ethiopien, und zwar zweimal im Jahre 2008. Zuerst einmal vom 07.04. bis 27.04. und dann der Folgeeinsatz 27.10.bis zum 01.12.2008.

Ich reiste über Addis-Ababa nach Jimma, das ist eine Universitätsstadt im mitleren Westen von Ethiopien. Es besteht dort, angegliedert an die Uni, eine Einrichtung der KARL-HEINZ-BÖHM-STIFTUNG zur Versorgung hilfsbedürftiger, verkrüppelter oder amputierter Einheimischer. Man kann sich das Leid dieser Menschen als Europäer nicht vorstellen, und trotzdem sind diese Leute immer freundlich.

Ich versuche im Folgenden, unsere Arbeit dort einmal vorzustellen. Die Bilder sprechen für sich.

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

                                                                             

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Menschen ohne Beine. Sie schleppen sich auf ihren Händen fort. Manchmal findet man sie am Straßenrand als Bettler ohne Prothesen wieder

Bedingt durch die Bürgerkriegsereignisse in Afghanistan und  anderer Länder, in denen es viele amputierte Mienenopfer gibt, werden besonders Leute aus Gesundheitshandwerken gesucht, welche diesen bedauernswerten Menschen, und darunter oft Kindern, helfen können.

Interessenten können sich informieren unter folgender Adresse:

Senior-Experten-Service (SES ), Buschstr. 2, Postfach 2262, 53012 Bonn, Tel. 049-228-260900, Fax 049 228 2609077,

e-mail : ses@ses-bonn.de   Internet: www.ses-bonn.de

Übersichtskarte Äthiopien.Somalia liegt im Osten und Süden
Das Center. Finanziert von der K.-H.-Böhm-Stiftung

Impressum

Orthopädie-Schuhtechnik i.R.

Bogenstr. 7

27729 Lübberstedt

 

Telefon:0 04793-4323684

Internet:www.romane-undmehr.de

  

Email:das.buchregal@ewe.net

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 6 MDStV ist Werner Schröder.

 

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