Musik

                    Kapitel                                      

                Griechenland

Nach einer Bank-Nacht kam dann am Vormittag der Transitbus von Istanbul bis Alexandroupolis. Wir haben bereits Tickets am Schalter kaufen können, der Bus war auch hinreichend besetzt, aber nicht übervoll. So etwas wie in unserer Heimat gibt es hier nicht, dass man auf dem Dach sitzt oder sich an Türgriffen festkrallt. Es ist eben Europa, der Kontinent, in dem Milch und Honig fließt!?
An der Grenze wurden die Pässe in einem besonders aufwendigen Verfahren geprüft, denn die Türkei ist nicht Mitglied in der EU. Das Land versucht zwar seit Jahren, die Mitgliedschaft zu erlangen, aber man will nicht die erforderlichen Auflagen erfüllen. Und nach den letzten Eskapaden des derzeitigen Präsidenten Erdogan ist eine Aufnahme in baldiger Zukunft offensichtlich auch nicht zu erwarten. Woher ich das weiß? Die Pari sprechende Türkin hat uns das erzählt. Sie ist keineswegs mit den rigorosen Methoden Erdogans einverstanden. Aber laut sagen darf man nichts. Überall verstecken sich wissbegierige Ohren.
Der Staatschef ist, angeblich, demokratisch gewählt worden, doch ob die Stimmenauszählungen den Realitäten entsprechend korrekt gewesen sind – das Ausland bezweifelt es. Und es scheint, dass die EU und die UNO mit der Vermutung recht hat, weil immer erneute Unregelmäßigkeiten und Rechtsbrüche ans Tageslicht kommen. Einer davon ist die auf Staatskosten errichtete Prunkvilla des Staatschefs. Das ist natürlich dem einfachen, oft darbenden Türken ein Dorn im Auge, wenn er denn darüber unterrichtet ist.
Die Abschaffung der Meinungsfreiheit, das Berufsverbot für Journalisten, die Entlassung von Richtern und Beamten und sogar die geplante Wiedereinführung der Todesstrafe sprechen einer Aufnahme in die EU entschieden entgegen.
Wir befürchteten bereits, zurückgewiesen zu werden, weil die Passüberprüfung bei uns besonders lange dauerte. Die Mitreisenden begannen zu murren und griesgrämige Blicke in unsere Richtung zu werfen. Denn sie und auch der Busfahrer merkten, dass wir die Verursacher solcher Verzögerung sind. Wegen der vielen Flüchtlinge kommt Hass auf. Sollten diese Leute doch froh sein, dass sie nicht flüchten müssen und sogar zum günstigen Einkauf die Ländergrenze wechseln können.
Kartographisch sind Griechenland und Italien erste Anlaufstationen für Flüchtlinge. Aber mit dem Problem kann man beide Länder nicht isoliert allein lassen. Inzwischen hat sich diese Ansicht offensichtlich verbreitet, doch einig in der Aufnahmepolitik ist sich Europa überhaupt nicht. Das sollten wir am eigenen Leib zu spüren bekommen. Dass Griechenland wie Italien aus innenpolitischen-wie wirtschaftlichen Gründen keine unbegrenzte Menge Fremder aufzunehmen vermögen, dürfte einleuchtend sein. Unverständlich daher, Schutzsuchende wieder nach dorthin abzuschieben, wo sie zuerst den Fuß auf europäischen Boden gesetzt haben. Das sind natürlich Griechenland und Italien. Wir müssen vorsichtig sein.
An diesem Grenzübergang jedoch kam man letztlich zu dem Schluss, dass wir ja nur drei Leute, zudem mit Kleinkind, sind. Deshalb ließ man uns dann schlussendlich einreisen. Doch wir besaßen nur das Durchreisevisum der Türkei. Für Griechenland sind wir Eindringlinge. Die anderen Mitreisenden sind wegen der erheblichen Verzögerung noch immer verärgert auf uns.
Bis Alexandroupolis war es nicht mehr weit, hier endete der Transitbus. Wir wollten und mussten weiterfahren, Thessaloniki ist das nächste Ziel. Dorthin sind es auf einer ausgezeichnet ausgebauten Straße 300 km, aber hier fährt aufgrund der hohen Mautgebühr kein Linienbus. Es ist eine landschaftlich attraktive Gegend, alles grünt, nichts ist zerstört.
Wir sind dann mit einem Zug gefahren, der einen erheblich längeren Reiseweg an der bulgarischen Grenze entlang nahm. Die Reisezeit ist entsprechend ausgedehnt, doch das war uns egal. Wir kommen weiter und mussten nicht laufen oder wieder per Autostopp eine Mitfahrgelegenheit suchen. Allerdings werden wir in Thessaloniki nach Fahrplan erst gegen 23:00 und einer fast 8-stündigen Fahrtzeit ankommen. Und dann standen wir- wir kannten es ja längst-in einer fremden, berühmten Stadt und wussten nicht, wohin. Hätten wir doch bloß in Afghanistan die Möglichkeit gehabt, englisch zu lernen.
Thessaloniki ist eine aus dem griechischen Altertum bekannte, heute moderne Großstadt und liegt am Thermaischen Golf. Uns nützt es kaum, wir kommen uns mit den wenigen Habseligkeiten auf dem Bahnhof wieder außerordentlich verloren vor. Und der Hunger macht uns ebenso zu schaffen. Doch dagegen lässt sich etwas tun, denn die Metropole ist auch zu dieser späten Stunde noch voller Aktivitäten.
Hier erleben wir zum ersten Mal die europäische Lebensart. Sie verwirrt uns, ebenso die christlich-orthodoxe Kultur. Selbst in der Nacht gehen hier manche Frauen völlig unbedeckt auf die Straße und vergnügen sich. Die anderen, die einen Schador tragen, bleiben im Dunkeln wohl eher zu Hause.
An einem der vielen Imbissstände nehmen wir Platz, lassen uns etwas zu essen geben. Wir haben auf dem Schiff zuletzt warmes Futter gehabt. Heißhungrig verschlingen wir griechisches Lammfleisch, das zwar teuer, aber für uns Moslems halâl ist. Wir beobachten das Nachtleben auf der Straße, Taha ist auf dem Schoß von Pari eingeschlafen. Was hat er nicht bloß alles erlebt in den letzten Wochen! Kann er das in seinem kindlichen Kopf mehr oder weniger schadlos verarbeiten?
Ist das Leben in den westlichen Ländern wirklich erstrebenswerter als bei uns oder in den anderen muslimischen Staaten? Es ist freizügiger, wie wir feststellen. Nachts auf den Straßen sitzen, gemeinsam mit Frauen, bei lauter Musik, ist für uns undenkbar. Das muss aber nicht heißen, dass es verwerflich ist, wie uns unsere Imame und Mullahs ständig vorpredigen. Es kommt ausschließlich auf den Menschen an, wie er eigene Lebensart praktiziert. Das kann gut oder böse, verachtenswürdig oder dem Gemeinwohl dienend sein. Muslimische Imame und christliche Pfarrer sollten sich mit ihren angeblich aus Bibel und Koran hergeleiteten Vorschriften besser zurückhalten.
Stundenlang verweilen wir hier, die Taverne hat die ganze Nacht geöffnet. Der Morgen graut, und dann geht die Sonne über dem Golf von Thessaloniki auf. Wir sitzen auf der Seepromenade, was wir im Dunkeln gar nicht bemerkt hatten. Deshalb also der 24-Stunden Betrieb hier. In dem Fall können wir ja auch gleich die Morgensuppe, Fasolada, hier essen; das ist ein griechisches Nationalgericht, wie der Budenbesitzer uns begreiflich zu machen versucht. Wenn wir uns anständig benehmen, sagt er in einem originellen Kauderwelsch, wird man keine Probleme bekommen. Polizei greift nur ein bei Schlägereien und Autounfällen. Davon würden wir ja nicht betroffen sein.
Griechen sind gesellige Menschen, und daher setzte sich ein älterer Mann, der bereits früh auf den Beinen war, zu uns. Wir konnten uns zwar sprachlich kaum verständigen, nur mit Händen und Füßen, doch er bemerkte aufgrund unseres unsicheren Auftretens, dass wir nicht aus dieser Stadt sind. Auch unser Aussehen ist nicht griechisch, außerdem machen wir einen äußerst übermüdeten Eindruck.
Als Taha die männliche Person gewahrte, hat er sich gleich wieder seine Augen mit den Händen bedeckt. Wie er es immer macht, wenn er Unbekannte sieht. Uns ist der bejahrte Herr jedoch nicht unsympathisch.
Er hat bald aus uns herausbekommen, dass wir auf der Flucht aus Afghanistan sind.
Der fremde Grieche zog jetzt eine Landkarte aus der Tasche und wir zeigten ihm darauf, woher wir kommen und wohin wir noch wollen. Er bestaunte unseren Mut und unsere Willenskraft. Saloniki, wie diese Stadt auch genannt wird, hat viele Kulturen erlebt. Sie liegt an einem prominenten Schnittpunkt zwischen Asien und Europa.
Unsere Planung war, von hier auf der E 75 zur mazedonischen Grenze, dann nach Skopje und weiter Richtung Belgrad zu gelangen. Der Mann riet als Einheimischer jedoch zu einem anderen Weg. »Ochi, Ochi, τίποτα Serbia, τίποτα Hungari,« versuchte er uns zu erklären. Pari und ich guckten uns verständnislos an. Ochi, Ochse? Hungari, etwas essen?
Wir verstanden nicht. Aber er will uns unbedingt helfen. Er kennt sich offenbar gut hier aus, scheint ein bekannter Mann zu sein. Nach kurzer Suche kommt er mit einem anderen Frühaufsteher zurück. »Translator«, sagt er. Das Wort haben wir verstanden. Es war jemand, der türkisch und etwas Farsi sprach. Intsch Allah. Das gibt es doch nicht.
»Serbien und Ungarn hätten ihre Grenzen in Anbetracht der unübersehbaren Flüchtlingsströme abgeschottet,«sagt er. »Durch Stacheldrahtverhaue und hohe, stabile Zäune versuchen diese Länder, Flüchtlinge auszusperren.
Aber niemand will da doch bleiben - alle planen nur, den kürzesten Weg nach Mitteleuropa zu finden,« versucht er zu erklären. Wir verstehen einigermaßen..
»Auch Griechenlands Nachbarland, Mazedonien, lässt nur noch zeitweise Flüchtlinge ins Land, um sie dann schnellstmöglich wieder loszuwerden. Die meisten kommen aus Syrien und dem Irak, wo seit Jahren Bürgerkrieg herrscht. Sie fahren über die Ägäis, das Meer mit den vielen kleinen und größeren Inseln. Und sie versuchen es mit Schlauchbooten und schrottreifen Fischerbooten, vermittelt von türkischen Schleppern, die sich damit eine goldene Nase verdienen.«
Wenn unsere Mitflüchtlinge weit entfernt von Saloniki erst ihren Fuß auf griechischen Boden gesetzt haben, kann man sie nicht wieder auf die See zurücktreiben. Man sammelt sie in zentralen Übergangslagern, wo sie zwar betreut, aber darauf warten müssen, schubweise ausgewiesen zu werden. Das dauert, tage - manchmal wochenlang. Viele machen sich auf eigene Faust auf den Weg.
Da haben wir es entschieden besser. Wir sind einsam und uns selbst überlassen auf Strecke, brauchen uns kaum nach anderen zu richten. Existenziell ist uns jedoch, keinesfalls den Einheimischen lästig zu fallen. Meist haben wir damit bisher Glück gehabt. Für Ortsansässige ist es ja auch einfacher, sich mit wenigen Flüchtlingen auseinanderzusetzen, als wenn gleich hunderte oder tausende einfallen.
»Die Grenze zu Mazedonien,« so empfahl uns der freundliche Grieche, »könnten wir am leichtesten über den Dojransee überwinden. Er hat dort einen zuverlässigen Bekannten wohnen, einen Fischer, der uns gewiss hinüber schippern wird.«.
War dem Alten zu glauben? Hat er etwa die Vermittlung an einen griechischen Schlepper im Sinn? Es gibt leider viele Menschen, die am Elend der Flüchtlinge verdienen wollen!
Auf unserer Flucht haben uns wohltuend einige glückliche Zufälle – oder Gottesfügungen – dazu verholfen, dass wir immer wieder gutwillige Mitmenschen fanden, die uns weiterhalfen. Sollte das hier erneut so sein, oder geraten wir an jemanden, der uns ausbeuten will?
Der neue Bekannte telefonierte, und dann hatte er die günstige Nachricht für uns, dass der Fischer uns helfen möchte. Wir müssten nur mit der Bahn nach dem Ort Doirani am Ostufer des Gewässers fahren, wo der Ortsansässige uns vom Bahnhof abholen würde. Ist das ernsthaft ein selbstloser Mensch, oder sollen wir in eine Falle gelockt werden? Aber beide Griechen machen doch einen so Vertrauen erweckenden Eindruck. Wir bedanken uns für die Fürsorge und können nur hoffen, dass man uns nicht über den Tisch ziehen wird.

Danke sagten wir den Griechen in Thessaloniki, der antiken Stadt, von der wir jedoch nicht viel sahen. Die bekannten und von jedem Touristen besuchten Sehenswürdigkeiten, der „Weiße Turm“ und die alte Basilika sowie Moscheen aus dem 15. Jahrhundert bekamen wir nicht zu Gesicht. Wir sind in Zeitdruck und haben uns die Nacht vor der Taverne um die Ohren schlagen müssen. Jetzt ging es direkt zurück zum Bahnhof. In der Bahn merkten wir, dass wir am Vortag bereits diese Strecke gefahren waren, nur in entgegengesetzter Richtung, bei Nacht, von Alexandroupolis her. Heute ist es eine kürzere Fahrt, die siebzig Kilometer schafft der Zug in einer Stunde.
Der Zugverkehr läuft hier in geordneten Bahnen, ein Bahnticket zu bekommen ist kein Problem. Der Zug fuhr pünktlich, und damit sahen wir jetzt am Tage die Landschaft langsam vorbeigleiten. In Griechenland sind auch die Schienen komfortabler, sie sind verschweißt, kein ständiges Poltern stört uns auf der Reise. Es ist eine erholsame Stunde im Zug, und auf dem Bahnsteig in Doirani, wo nur wir ausstiegen, fanden wir den Fischer sofort. Es ist ein uriger, wettergegerbter Mann. Wir sind uns sofort sympathisch. Es müsste uns alles täuschen, wenn der uns ausnehmen würde.
Er nahm uns mit in sein Zuhause und erklärte uns, wie er sich den Grenzübertritt vorstellt. Mazedonische Fischerkollegen, die man gelegentlich auf dem See trifft, könnten uns weiterhelfen, wenn sie denn wollen. Futterneid gibt es nicht, der stattliche See hat einen Fischreichtum, der für alle reicht. Die Grenze zwischen Griechenland und dem kleinen Land Mazedonien verläuft mitten durch das Gewässer.
In vorchristlicher Zeit wurde Saloniki von Mazedonien gegründet und beherrscht. Es war sein einziger Zugang zum Meer. Makedonien, in der Landessprache, ist um die Jahrtausendwende dem Römerreich einverleibt worden und jetzt, nach dem Zerfall Jugoslawiens, erneut ein selbständiger Staat. Die Hauptstadt ist Skopje. Das Land wurde immer wieder von durchziehenden Kriegsvölkern überrannt und unterdrückt. Hier siedelten moderate Muslime im Gefolge der Türkenfeldzüge, die bis vor die Tore Wiens führten.
Haben Türken in der heutigen Zeit etwa einmal mehr Gelüste, das christliche Abendland zu bevölkern? Nicht durch kriegerische Auseinandersetzungen, sondern mit den Mitteln der modernen Epoche? Und mit einem Islam, den die Westeuropäer nicht wollen?
Zwei Tage durften wir uns im Hause des Fischers ausruhen und erholen. Wir werden von seiner Frau liebevoll umsorgt, in einem einfach eingerichteten Gästezimmer genossen wir die Übernachtung in weichen Federbetten. Was für eine Wohltat, nach vielen Nächten unter freiem Himmel oder auf irgendwelchen Bänken.
Der Fischer lebt mit seiner Frau in kärglichen Verhältnissen und versucht, durch Übernachtungsgäste etwas zusätzlich zu verdienen. Doch insbesondere deshalb konnten die selbstlosen Menschen sich in unsere Situation hinein versetzen und wollten unter keinen Umständen Geld von uns annehmen.
Der Petrijünger war mit dem Dasein soweit zufrieden, zusammen mit seiner Frau meistert er das Leben. Ganz früh am Tag fährt er bei fast jedem Wetter zum Fischen hinaus. Sobald er wieder nach Hause kommt, räuchert er einen Teil des Fanges und verkauft das frische Wassergetier an Gaststätten und Fischgeschäfte. Es reichte bisher just so zur Existenz. Aber damit ist das Tagewerk noch längst nicht vollbracht.
Oft müssen die Netze ausgebessert oder Reparaturen am Schiff erledigt werden. Wenn eine Motorüberholung ansteht, reißt das immer ein augenfälliges Loch in die Haushaltskasse. Und doch sind Beide soweit zufrieden und wünschen sich keine andere Lebensweise. Nur ab und zu mal einen Übernachtungsgast – dann hört man auch mal etwas von der weiten Welt. Da kamen wir den Beiden nachgerade recht; abends gab es Manches zu erzählen über unsere Flucht und den Tagesablauf der Fischerfamilie.
Mit Hand und Fuß geht das so leidlich, wenn man die Landessprache nicht spricht und von der Weltsprache englisch ebenfalls keine Ahnung hat.
Wieder mussten wir Abschied nehmen von netten Leuten, doch wir versprachen, nach hoffentlich erfolgreicher Beendigung unseres Entkommens uns bei ihnen zu melden.  Die griechische Adresse des Petrijüngers nahmen wir mit.
Außerordentlich früh am morgen ging es dann auf den See, es herrschte eine flache Dünung. Das kleine Boot ist nicht für vier Personen gebaut. Deshalb verwunderte es uns schon mal, dass der Fischer die Gefahr ignorierte, die mit dieser Bootsfahrt verbunden ist.
Wir mussten rudern, durften nicht den Motor benutzen, um keine Geräusche und Wellen zu erzeugen, die für uns bedrohlich sein könnten. Grenzwächter dürfen uns keinesfalls entdecken.
Wenn der Dojransee auch nicht mit einem Meer zu vergleichen ist, gefahrvoll kann er trotzdem werden. Sobald nämlich unverhofft widrige Winde herrschen. Es war das zweite Mal, dass wir uns über tiefem Grund bewegten.
Unser Fischermann hat sich mit einem Kollegen von der anderen Seite abgesprochen. Der kann es zwar verstehen, dass die Regierung die Grenze zeitweise schließt, damit das kleine Land nicht einfach überrannt wird; uns wollte er behilflich sein. Er kam uns mit seinem Boot entgegen, und mitten auf dem See wechselten wir die Kähne. Es war ein emotionaler, hurtiger Abschied. »Óla ta kalýtera,« alles Gute, das hatten wir in den zwei Tagen auch schon gelernt. Es sind liebenswerte Menschen, meinen Verdacht auf Ausbeutung kann ich vergessen.
Und der Fischerkollge, der uns übernommen hat: Ist der uns auch so freundlich gesinnt?
Wir hatten ja vernommen, dass er der Auffassung wie seine Regierung ist, dass sein Land nicht überrannt werden darf. Dass sich hier keine Flüchtlinge festsetzen und vielleicht kriminell werden, weil sie keinerlei Unterstützung vom Staat bekommen. Aber es könnte ja sein, dass er sich ein Kopfgeld verdienen möchte. Ein bisschen den kargen Verdienst aufbessern?

 

ISBN Printbook 978-3-748506-43-0

ebook             978-3-748506-06-5 

Ende der Leseprobe.

 

Impressum

Orthopädie-Schuhtechnik i.R.

Bogenstr. 7

27729 Lübberstedt

 

Telefon:0 04793-4323684

Internet:www.romane-undmehr.de

  

Email:das.buchregal@ewe.net

Inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 6 MDStV ist Werner Schröder.

 

Disclaimer:

Im Rahmen unseres Dienstes werden auch Links zu Internetinhalten anderer Anbieter bereitgestellt. Auf den Inhalt dieser Seiten haben wir keinen Einfluss; für den Inhalt ist ausschließlich der Betreiber der anderen Website verantwortlich. Trotz der Überprüfung der Inhalte im gesetzlich gebotenen Rahmen müssen wir daher jede Verantwortung für den Inhalt dieser Links bzw. der verlinkten Seite ablehnen.