Auf dem Karakorum-Highway unterwegs
das ist unser Ziel - des Karakorum-Gebirge
on the Route zum Himalaja auf dem Karakorum-Highway
so
oder so kommt man über den Indus
Es gab aber auch noch andere Übergänge, die ich aber nur heimlich fotografieren durfte. (Militärgeheimnis wegen des Konflikts mit Indien)
Das Militär hat alles im Blick
Wo in dieser  Sedimentwüste könnten denn diese riesigen Bäume wachsen?
hier ?
oder hier?
Der Fischer und das Meer?
                  Nein

Auf der Tour nach Gulmit im oberen Hunzatal

lernte ich die ganze Schönheit des Indus , der Berge und seiner Bewohner kennen.

so wohnt man hier
ich aber im "Flashmann", wo man für mich das Wasser anheizt
Wir fahren im Tal des Indus und trinken Wasser vom Nanga-Parbat
Felsenbilder, man muss aber genau hinschauen
wir nähern uns dem Hochgebirge, dem Hindukusch und Himalaja

Ich wäre gern zum Resssort gefahren, doch das Auto war für die schwierige Wegstrecke nicht geeignet. Deshalb konnten wir den Killer-Mount nur aus der Ferne sehen. Schade.

Auf der Rückfahrt hatten wir einen Federbruch am Auto, der aber schnell repariert wurde
Hier fließt der Gilgit-River in den Indus, und von der Aussichtsplattform sieht man die drei höchsten Gebirge der Welt: Himalaja, Karakorum und Hindukusch

Er ist der Wächter über diese tausend Jahre alten Hieroglyphen  durchziehender Karawanen.

Denkmal für die bei diesem Highway ums Leben gekommenen Arbeiter.

Und jetzt stürzen unachtsame Autofahrer in die Tiefe. Wir haben es miterlebt.

Wer hier abstürzt, hat keine Überlebenschance

Die Witwe des Familienoberhauptes wird aus der Familie verstoßen !!!!
auf diesen Saumpfaden zogen früher die Karawanen von China und der Mongolei in den Westen
in den Steilwänden der Schluchten
auf geschichteten Steinen

Wir sahen diese Brückenkonstruktion und die Maultierpfade, in die nahezu senkrechten Felswände geschlagen, von der anderen Flussseite. Mir wurde schwindelig allein vom Hinsehen

Hier geht es in eines der Seitentäler, wo sich Osama Bin Laden versteckt haben soll

Eine Inschrift im steilen Fels. Wie hat man das bloß zuwege gebracht?

Dieses altertümliche Fort beherrschte das ganze Hunzatal

Die stolzen Männer vom Stamm der Hunza sind Pferdenarren und spielen leidenschaftlich Polo

Feinste Goldschmuckarbeiten werden hier gefertigt, aber zu einem stolzen Dollarpreis

 

Der Weg ist das Ziel, und da kann man allerhand erleben ...........
......wie man mit einfachsten Handwerkszeugen und Wasserkraft schöne Holzgegenstände herstellt. Und dann darf man sich auch ruhig mal ausruhen.......
....und wer gut zu Fuss ist, kann den Raka Poshi besteigen , der nur 7788 Meter hoch ist.
Mit seinen steilen Eisflanken überragt er das Hunza-Tal, dessen Bewohner ein  stolzer Stamm sind und wo man die Frauen nur unter Lebensgefahr fotografieren darf.

Zum Abschluss dieser bewegenden Mehrtagesexkursion besichtigten wir ein kleines Museum, wo originale Gebrauchsgegenstände aus den Gebirgstälern ausgestellt sind. Besonders beachtenswert ist die holzgeschnitzte Eingangstür und die Schuhe, wie ich sie für die Puppen versucht habe, zu fertigen.

Dann ging es den gleichen Weg zurück, wo ich dann alles nochmal aus anderer Perspektive zu sehen bekam.

Schade nur, dass ich in Zeitdruck war und das Wetter sich verschlechterte, so dass die Passhöhe des Hunzatales nicht zu erreichen war.

Ich bekam von Lahore nach Islamabad keinen Flug. War alles ausgebucht. Wer es irgend ermöglichen kann, nimmt einen Flieger. Ich wollte es nur aus Zeitgründen, eigentlich fahre ich lieber mit der Bahn, auch wenn das äußerst beschwerlich wäre, wie man mir sagte.

Aber auch die Bahnfahrt klappte nicht, weil da irgendwelche technischen Schwierigkeiten waren. So blieb mir nur die Busfahrt. Leider war das eine Nachtfahrt, ich konnte von der Landschaft, die wir durchfuhren, nichts sehen. Schade. Morgens kamen wir dann in Islamabad an, ich war völlig übermüdet. So kam ich zum Airport, um da aber zu hören, dass ein Flug nach Gilgit wegen schlechter Witterung heute oder morgen nicht stattfinden könne. Ich war aber in Zeitdruck, denn mein Rückflug nach Deutschland war konfirmiert, also terminiert.

 

Ich als Solotourist bin von europäischen Vorstellungen ausgegangen, dass Fahr- und Flugpläne eingehalten würden. Ich hätte auch mehr Brückentage einplanen müssen. Habe ich jedoch nicht. Deshalb kam ich auch später noch in arge Zeitnot.

 

Das Wetter im Karakorum ist oft sehr unbeständig. Ich wollte in Islamabad einen Flug nach Scardu buchen und von dort in der wilden Gebirgslandschaft auf halsbrecherischen Pfaden mit einem Jeep und Guide zurück nach Gilgit fahren. Das hatte ich mir im Reiseführer so schön ausgemalt. Es wäre eine halsbrecherische Fahrt gewesen.

 

 Weil jedoch im Gebirge schlechtes Wetter herrschte, konnte der Flug nicht stattfinden. Das Ticket hatte ich schon gekauft, aber meine Zeit war begrenzt, denn der Flug zurück von Lahore nach Deutschland war fest gebucht. Ich hatte nur ein ganz kleines Zeitfenster.

 

Ich musste umdisponieren.

Daher suchte ich mir ein Hotel, in Islamabad nahe dem Museum für Kriegsgeschichte. Ich habe das aber leider nicht besichtigen können, weil ich 12 Stunden in einem Rutsch geschlafen habe. So übermüdet war ich. Von diesem Hotel habe ich dann auch den Trip auf dem Karakorum-Highway in den Himalaya gebucht. Ich bin überzeugt, dabei bin ich über den Tisch gezogen worden. Der Preis war sehr überhöht. Aber ich hatte keine andere Wahl. Ich musste nehmen, was man mir offerierte. Sonst hätte ich gar nichts bekommen.

Neben dem Hotel in Islamabad steht eine in knalligem Rot angestrichene christliche Kirche. Darüber war ich sehr überrascht.

Auch bei Taxifahrern muss man sehr aufpassen. Aber das ist in allen Ländern so. Touristen werden gerne ausgenommen.

Übrigens war das Wetter am nächsten Tag wieder gut und die Flüge ins Gebirge starteten wieder. Aber da hatte ich kein Ticket mehr.

 

Es ging dann per Pickup mit einem sehr liebenswürdigen und sprachbegabten Fahrer auf Tour. Wie er sagte, spricht er sieben Sprachen und Dialekte. Ich konnte das allerdings nicht nachprüfen.Bevor wir losfuhren, kauften wir noch Lebensmittel ein.

 

Zunächst war das Industal noch breit und fruchtbar. Nur ganz in der Ferne sah man die Gipfel des Hindukusch.

 

Ich wunderte mich, dass es hier keine Hühnereier zu kaufen gibt. Nein, sagte der Fahrer, die Eier verderben zu schnell, und mit Hähnchen kann man auch mehr Geld verdienen. Außerdem lassen sich die Tiere, die in großen Farmen herangezüchtet werden, auch besser transportieren. Den Hühnern werden die Beine zusammengebunden, und dann werden sie auf Transportstangen auf der Schulter getragen. Das ist hier überall so üblich. 

 

 Die Dörfer und Hütten sind auf Terrassen gebaut, die kunstvoll mit Berggeröll aufgeschichtet worden sind. Das sind Arbeiten über Generationen, und die winzigen Grundstücke werden über viele Jahre immer weiter vererbt. Eine Teilung der Grundstücke, wie in bestimmten Regionen Deutschlands üblich, gibt es hier nicht. Eine bestimmte Grundstücksgröße muss immer erhalten bleiben. Denn die Leute müssen ja von irgendwas leben.

 

Es ging dann langsam den Karakorum-Highway, immer am oder hoch über dem Indus, hinauf. Ganz oben, im Himalya, ist auf 4602 mtr Höhe der Khunjerab-Pass, der die Grenze zu China bildet. Zunächst hatte es mich gereizt, bis dahin zu fahren. Aber dann kam (wieder) schlechtes Wetter, und mir wurde auch der Zeitdruck bewusst. 

Vorerst befanden wir uns aber noch in den Vorgebirgen. Da sahen wir, wie es ist, wenn man keine Waschmaschine besitzt. gehen Die Frauen gehen zum Waschtag an den Indus und legen die gewaschenen Wäschestücke zum Trocknen auf Steinblöcke.  Das jedoch ist ihr Alltag, man kennt es nicht anders.

Und es war im Jahr 2001. Da gab es noch keine Handys für jedermann. Heute sieht man in den Elendsgebieten der Welt, wie es der westlichen Welt doch gut geht, und davon will der Rest der Welt auch etwas abbekommen. Wir werden im ureigensten Interesse nicht darum herumkommen, dort zu helfen. Aber nicht mit Militärausrüstung.

Daher unsere heutige Flüchtlingskrise. Ich glaube aber nicht, dass die Leute aus dem Karakorum, die Hunzas, ihre Gebiete verlassen würden. Dazu sind sie viel zu stolz. Das sind eher  Pakistani aus Karatschi, dieser Multi-Millionenstadt im Süden des Landes.

 

Weiter ging es auf der kurvenreichen Straße immer höher ins Gebirge. Der Karakorum-Highway wurde in die Flanke steiler Berge gesprengt, manchmal liegt die Trasse 200 Meter und mehr über dem Fluss. Steil geht es dann in die Tiefe. Wir haben erlebt, wie ein Personenwagen abgestürzt ist. Es wurde von einem der bunt bemalten Laster in einer Kurve von der Straße gedrängt. Tote wurden von Helfern nach oben getragen. Wie mir mein Fahrer sagte, steht die Witwe eines Toten einsam und unbeachtet von Anderen auf der Straße. Sie wird aus der Familie verstoßen, wenn nicht ein anderer Familienangehöriger sie heiratet.

 

Das war ein Schock für mich. Aber das ist hier wohl Alltag. Wir kamen an einer Stelle vorbei, an der warmes Wasser aus der Straßenmauer sickerte. Das kommt vom Nanga Parbat, war erst eiskaltes Wasser und wurde durch den Gebirgsdruck dann aufgeheizt. Ich hätte Lust gehabt, einen Abstecher zum Nanga Parbat- Resort zu machen, aber der Wagen würde das nicht schaffen, weil er keinen Allradantrieb hat. Das wäre eine wirklich halsbrecherische Tour gewesen.

 

In der Ferne sieht man den "Todesberg", wo schon so viele Bergsteiger abgestürzt sind.

 

Spektakuläre Berglandschaften erlebt man auch abgehend vom Highway. An den Bergflanken sieht man alte Mulipfade, auf denen in früheren Zeiten die Waren von China und der Mongolei ans Mittelmeer transportiert worden sind. Brücken aus aufgestapelten Felsbrocken überspannen tiefe Einschnitte. Seitentäler führen in waldreiche Bergregionen, woher gewaltige Baumstämme transportiert worden sind. Die sind so wertvoll, dass in einer Hütte auf dem Stapel Wächter schlafen. Ich kam aus dem Staunen überhaupt nicht wieder heraus.

 

 Weiter ging es, immer weiter ins Hochgebirge hinein. Wie hier die Leute mit der widrigen Natur umgehen, ist für uns fast unvorstellbar.

 

Wegen der Nähe zum indisch besetzten Kaschmir wurden wir von mehreren Streckenposten kontrolliert. Man durfte z.B. keine über den Indus gebaute Brücken fotografieren. Aus militärischen Gründen. Ich habe es aber trotzdem getan. Manchmal nahmen wir auf der Ladefläche Einheimische mit, die hier ständig per fuß unterwegs sind.

Auf einem Bild ganz links kann man nicht nur die Brücke sehen, sondern auch erkennen, wie sich der Indus im Laufe von Jahrtausenden ein immer tieferes Bett ausgespült hat. Mit einer Gondel, an einem Seil hängend, werden Personen in schwindelnder Höhe über den Fluss transportiert, wenn in der Nähe keine Brücke ist. 

 

Mein Fahrer war ein gläubiger Moslem. Einmal sagte er kurz vor Sonnenuntergang, er wolle mit Allah sprechen. Er ging hinter einen Felsblock und betete. Nach einiger Zeit erreichten wir unser erstes Hotel. Das war in Gulmit. Ich war an dem Tag der einzige Gast, aber für mich wurde die Heizung angeworfen. Mit Holz befeuert. Flashmans Hotel, sehr zuvorkommende Leute.

 

 Am nächsten Tag gings weiter, die Bergwelt wurde immer grandioser. Auf diesem Highway sind auch Extremtouristen mit dem Fahrrad nach China unterwegs. Die haben Strecken über 3000 km zurückzulegen, und das über den 4.602 Meter hohen Khunjerab-Pass. Wahnsinn.

 

Wir kamen an dem Wächter der Hieroglyphen vorbei. Das sind Schriftzeichen, die vor über tausend Jahren von hier mit Waren durchziehenden Mongolen in die Felsen geritzt wurden. Ich weiß nicht, ob die bereits entziffert worden sind. Der Wächter ist auf dem Cover meines Buches "Auf der Flucht aus einem zerrütteten Land" abgebildet.

 

Auf den unbewaldeten Berghängen sah man immer wieder Inschriften aus neuerer Zeit. Welcome z.B. oder Pease. Ich habe mich gewundert, wie man die dort oben anbringen konnte. Wir sahen auch Handwerker auf dem Highway, Holzschnitzer, die lediglich mit einem Stecheisen und durch Wasserkraft betriebenem Rotor wie auf einer Töpferscheibe Schalen, Teller und Tassen fertigten. Ich muss wohl sagen, dass die handwerklichen Fähigkeiten dieser einfachen Menschen bewunderungswürdig sind. Auf der Rückfahrt hatten wir z.B. am Auto einen Federbruch. Ich befürchtete schon, meinen Rückflug nicht zu erreichen. Aber mein Fahrer beruhigte mich: No Problem, Sir.

 

Aber wir sind noch lange nicht auf der Rückreise. Weiter geht es, immer weiter den Indus entlang. Immer dem Hindukusch, dem Himalaya und dem Karakorumgebirge entgegen. Bei Janglot, einem kleinen Ort in der Nähe Gilgits, vereint sich der Gilgit-River mit dem Indus-River. Von einem erhöhten Standort kann man wunderschön sehen, wie die beiden Flüsse aus dem Gebirge brechen und in einem Mäander zusammenkommen. Zur Zeit der Schneeschmelze wird das ganze Tal überschwemmt sein.

Wenn wir dem Indus weiter folgen würden, kämen wir von hier nach Skardu, wohin ich ja ursprünglich fliegen wollte. Aber das war wegen Zeitmangel nun leider nicht mehr möglich. Wir fuhren also auf dem Karakorum-Highway weiter nach Gilgit.

 Gilgit ist eine Bezirkshauptstadt, in früheren Zeiten die Residenz eines Mir oder Nawab. Der letzte dieser selbständigen Mirs in Karimabad im Hunzatal soll ein Riese gewesen sein. Er baute sich eine Festung mit besonders großen Türen, durch die nur dieser Mir gehen durfte. Die Bediensteten hatten durch niedrigere Türen zu gehen, alleine schon, um die Macht dieses Herrschers zu demonstieren. Ich habe diese Festung besichtigt, die auf einem hohen Felsvorsprung errichtet ist und einen guten Überblick über hier zusammentreffende Täler erlaubte. In Gilgit und Karimabad gibt es Goldschmiede, die hervorragende Exponate fertigen, die für Normalbürger wie mich nicht zu bezahlen sind. In einem Stadion wird der Volkssport Polo betrieben, von stolzen Hunzas auf ebenso stolzen Pferden. >Bad< im Stadtnamen heißt übrigens nicht Bad in unserem Sinne, sondern einfach nur Stadt. Islamabad also Islamstadt.

 

 Von Kirimabad im Hunzatal fuhren wir weiter Richtung Chinesische Grenze. Wir sind hier jetzt im Hochgebirge, rechter Hand liegt der Rakaposhi mit 7788 mtr. und der Disteghil Sar mit 7885 mtr., linker Hand das Gilgit-Massiv mit teilweise ebenso hohen Bergen. Viele dieser Berge ziehen ausländische Seilschaften an, und immer wieder liest man von Bergunfällen. China hat hier auch ein großes Gebiet konfisziert (unter Chinesischer Verwaltung), und direkt auf der Grenze liegen die bekannten Berge K2, Broad Peak,Gasherbrum 1 und 2. Wer sich für Berge und deren Besteigung interessiert, ist hier genau richtig, denn die Letztgenannten sind alle über 8000 mtr. hoch.

Ich wollte eigentlich bis zur Grenze fahren, aber das Wetter und die Zeit machten mir einen Strich durch die Rechnung. Wir fuhren bis Kheibar und mussten da umkehren.

Die ganze Strecke fuhren wir auf dem neuen Highway und konnten von da aus sehen, wie früher die Maultierkarawanen an den Berghängen ihren Weg fanden. Da wurden auf wirklich halsbrecherischen, aus Felsblöcken errichteten Brücken tiefe Seitentäler überbrückt. Die führten wiederum in Holzabbaugebiete. Wie man von da aus die geschlagenen riesigen Holzstämme transportierte, bleibt mir ein Rätsel. Auf den Kartenausschnitten kann man den Verlauf des Highways nachverfolgen. Einfach grandios, die Trassenführung.

 

Für passionierte Bergsteiger ist das hier das ideale Revier. Ich wäre zwar auch gerne bis zu einem Basislager gefahren, aber der Toyota Pickup würde das nicht schaffen, sagte mein Fahrer. 

 

 Wir fuhren auf der gleichen Strecke am Indus zurück, wobei ich Gelegenheit hatte, Vieles, was ich auf der Hinfahrt nicht bemerkt hatte, jetzt zu sehen. Zum Beispiel, wie sich der Indus im Laufe von Jahrmillionen sein Bett immer tiefer gegraben hat, oder wie die Straße über eine Holzbrücke im Anschluss direkt durch die Bergflanke geführt wurde. Es gibt auch gewaltige Sandablagerungen, die teilweise wie eine Wüste oder Dünen aussehen. Das ist das Gebirge, wie es von Sand und Wind zerrieben worden ist. Einfach grandios, diese Naturlandschaft. Und  in ein Nachbartal, dem Chitral-Valley, ganz nah an der Grenze zu Afghanistan, haben sich die Taliban eingenistet. Davon habe ich aber, als ich das Gebiet bereiste, nichts bemerkt. Wir wurden zwar manchmal von Kontrollposten aufgehalten, die uns aber weiterfahren ließen.

Nur in Islamabad sagte mir ein Rikshafahrer, dass ich unbedingt meinen Fotoapparat verstecken müsse. Er hatte wohl Angst, sein Fahrzeug konfisziert zu bekommen, was ich überhaupt nicht verstehen konnte.

Trotz eines Federbruchs auf der Rückfahrt schaffte ich es quasi in letzter Minute, einen Flieger nach Lahore zu bekommen, von wo aus dann der Rückflug nach Deutschland startete. Sechs Stunden vor dem Abflug musste ich auf dem Airport sein, ehe der Direktflug mitten in der Nacht nach Frankfurt startete.

Das Erlebnis Pakistan wird mir ewig im Gedächtnis bleiben. Leider habe ich von dem Projekt Puppenschuhe in dem Dorf Thaatta Ghulamka Dhiroka im Fünfstromland nie wieder etwas gehört. Ich hoffe, dass die Bewohner des Dorfes bei der großen Flut nicht umgekommen sind. 

 

Im Folgenden ein Bericht von LPB über die Katasrophe im Jahr 2010:

Flutkatastrophe in Pakistan (Archiv)

 

Foto: Charsada-District ©Aktion dt. Hilfe

 

2010 war der Monsun in Pakistan zur Katastrophe geworden. Allein seit Juli fielen 600 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Land war mittlerweile eine Fläche so groß wie Italien überschwemmt. Fast zweitausend Menschen sind umgekommen, fast 4,6 Millionen sind obdachlos, 20 Millionen von der Katastrophe betroffen. Die internationale Hilfe ist zwar angelaufen, erreicht aber bisher nur ein Drittel der Opfer. Pakistan ist mit den Fluten völlig überfordert. Das Urteil der Pakistaner über das Krisenmanagement der Regierung ist vernichtend.

 

Schuld an den Überschwemmungen in Pakistan ist eine Klima-Anomalie über dem Südpazifik, die so extrem wie momentan überhaupt noch nie festgestellt wurde: La Niña. Kühle Luftströme über dem Ozean sorgten dafür, dass sich der Monsunregen über Pakistan ergießt.

Brücken sind zusammengebrochen, Straßen zerstört, so dass Hilfskonvois nicht zu den Betroffenen vordringen können. Hunderte Dörfer sind immer noch von der Außenwelt abgeschnitten. Bislang sind in den Überschwemmungsgebieten Pakistans nach UN-Angaben mehr als 800.000 Menschen von den Wassermassen eingeschlossen. Nun drohen auch noch Seuchen und Hunger. Hunderttausende Flutopfer harren in provisorischen Zelten aus und müssen zunächst mit dem Nötigsten versorgt werden. Unzählige Orte wurden evakuiert, Menschen in Auffanglagern untergebracht.

Die Sorge vor einer Ausbreitung von Cholera wächst: Die Menschen haben kaum noch Abwehrkräfte, es fehlt an sauberem Trinkwasser. Die Menge der Nahrungsmittel, die nach bisherigen Schätzungen gebraucht werden, ist enorm. Hunderttausende Rinder, die Lebensgrundlage vieler Dorfbewohner, sind in den Fluten ertrunken, Anbaupflanzen, Speicher und die Ernte sind vernichtet.

Die internationale Hilfe für Pakistan läuft nur schleppend an. Die Region versinkt im Chaos. Vor allem der Nachschub bereitet Probleme. Es werden zwar Hubschrauber eingesetzt, es sind aber bisher zu wenig. Viel mehr werden benötigt, zum einen um die Menschen in den entlegenen Gebieten zu erreichen, zum anderen, um Hilfsgüter ins Land zu bringen. Man benötige mindestens 40 weitere große Transporthubschrauber, um Lebensmittel und Hilfsgüter abzuwerfen oder Menschen zu bergen, sagte der UN-Koordinator John Holmes.

Foto: ©UN/EvanSchneider

Bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen zur Hochwasserkatastrophe am 19. August haben viele Länder ihre Hilfszusagen deutlich erhöht. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte zu Beginn der Beratungen in New York erneut zu schnellerer Hilfe für die Flutopfer in Pakistan aufgerufen. Die Katastrophe sei ein "wichtiger Prüfstein für die internationale Solidarität", sagte Ban. Er würdigte, dass bereits die Hälfte der von den Vereinten Nationen erbetenen 460 Millionen Dollar an Hilfen bewilligt worden sei, forderte aber noch mehr Einsatz.
Die 192 UN-Mitgliedsstaaten verabschiedeten in New York außerdem eine Resolution, in der sie Anteilnahme und "volle Solidarität mit dem pakistanischen Volk" bekundeten. Länder, globale Finanzeinrichtungen und Organisationen wurden aufgerufen, Pakistan "volle Unterstützung" bei seinen Bemühungen zu gewähren, die Folgen der Überschwemmungen einzudämmen, sowie beim mittel- und langfristigen Wiederaufbau der betroffenen Regionen zu helfen.
Auf der Vollversammlung haben mehrere Staaten ihre Hilfszusagen für Pakistan zwar erhöht. Das Geld wird dennoch kaum ausreichen. Pakistans Außenminister Shah Mahmood Qureshi bezifferte die Gesamtschäden durch die Katastrophe auf 43 Milliarden Dollar.

Die USA werden ihre Soforthilfen erhöhen, und zwar von 90 auf 150 Millionen Dollar, wie Außenministerin Hillary Clinton ankündigte.
Die Bundesregierung hat ihre finanzielle Unterstützung für die Hochwasseropfer in Pakistan noch einmal aufgestockt. Die Gelder werden von bisher 15 Millionen Euro auf 25 Millionen Euro erhöht, wie Außenminister Guido Westerwelle (FDP) mitteilte. Zu den 25 Millionen Euro kommt noch einmal eine Summe von rund 43 Millionen Euro, mit denen Deutschland an Hilfsmaßnahmen der EU, der Vereinten Nationen und der Weltbank beteiligt ist.

Foto: ©UN WFP/Amjad Jamal

Das Spendenaufkommen in Deutschland ist bislang gering. Es bewegt sich bei etwa einem Fünfzehntel dessen, was spontan für die Erdbebenopfer in Haiti gesammelt wurde. Die Gründe liegen auf der Hand: Pakistan ist ein vom Zerfall bedrohter, korrupter Staat. Ein Großteil der öffentlichen Mittel landen in den Taschen feudaler Clans. Pakistan hat zwar Geld für Atomwaffen, aber keines für seine Bevölkerung. Pakistan exportiert Terror und stützt die Taliban. Wenn Soldaten in Afghanistan angegriffen werden, führen die Spuren oft ins Nachbarland, wo die Taliban Rückzugsräume haben. Die Menschen haben Bedenken, ob das Geld an der richtigen Stelle ankommt. Die Sorge ist groß, Terroristen zu finanzieren und die Korruption im Land zu fördern.

Die militanten Islamisten haben schneller reagiert: Sie helfen den Opfern und sichern ihr Überleben im Namen muslimischer Solidarität – mit dem Ziel, neue Rekruten für ihren Heiligen Krieg zu werben. Die pakistanische Regierung erneuerte ihr Versprechen: Alle Hilfen sollen an Flutopfer gehen und nicht den Taliban in die Hände fallen.

Die kommenden Monate des Wiederaufbaus werden zum Wettbewerb um die Zukunft des Frontstaates im Kampf gegen den islamistischen Terror.

Auch mittel- und langfristig wird Pakistan Hilfe benötigen: Millionen Menschen muss zu einer neuen Existenzgrundlage verholfen werden, Äcker müssen neu bepflanzt, Häuser, Schulen, Straßen und Brücken neu gebaut werden.

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